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Drei Fragen an… Kienbaum Female Desk: Monika Berane, Anne von Fallois und Michaela Reimann

Gruppenfoto FemaleDesk Weltfrauentag
(v. l. n. r.: Anne von Fallois, Michaela Reimann,  Monika Berane)

Ein Jahr ist es her, dass im Deutschen Bundestag das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen auf den Weg verabschiedet wurde. Was hat sich seitdem verändert?

Anne von Fallois: Wir wissen durch unsere Stichproben-Studie zum Stand des Frauenanteils in Führungspositionen, dass die Unternehmen auf die gesetzlichen Vorgaben reagieren und sich zum Teil auch ambitionierte Ziele setzen. Es wird spannend sein zu beobachten, welche Maßnahmen die Unternehmen nun ergreifen, um die gesteckten Ziele nachhaltig zu erreichen. Wir glauben, dass in der Umsetzung der neuen gesetzlichen Vorgaben eine Chance liegt, das Personalmanagement und die Kultur in den Unternehmen insgesamt zu modernisieren. Von dieser Transformation werden Frauen ebenso profitieren wie Männer. Und es hilft den Unternehmen, weil die Wertschätzung von „Diversity“ zunehmend Bedeutung hat für ihre Attraktivität als Arbeitgeber.

Aus den Unternehmen hört man immer wieder, es gebe keine passenden Frauen für ihre Führungspositionen. Können Sie diese Aussage bestätigen?
 

Monika Berane: Wir sehen, dass es viele junge hochqualifizierte und gut ausgebildete Frauen gibt, die aber heute noch nicht die Erfahrung haben, um für Top-Führungspositionen in Frage zu kommen. Das heißt aber nicht, dass es keine Kandidatinnen gibt. Es gibt sehr gut qualifizierte Frauen mit wertvollen beruflichen Stationen, die traditionellen Wirtschaftsunternehmen vielleicht zunächst ungewöhnlich erscheinen: Wir haben tolle Köpfe in Wissenschaft und Forschung, in der Politik, im Rechtswesen oder auch in sozialen Institutionen, die sich mit ihrer Persönlichkeit und Führungserfahrung auch in Unternehmen etablieren können. Parallel dazu ist selbstverständlich ein Kulturwandel dahingehend nötig, dass diese Persönlichkeiten auch im neuen Job akzeptiert werden, auch wenn sie keine typische Unternehmenskarriere hingelegt haben. Wir merken, dass hier viel im Wandel ist.

Was muss sich mittel- und langfristig ändern, damit Gleichberechtigung in Beruf und Karriere möglich ist?

Michaela Reimann: Hierzu ein Praxisbeispiel aus einem Kundenprojekt: Unser Kunde hat eine für das Unternehmen spezifische Quote entwickelt, mit der der Anteil von Frauen in Führungspositionen so gesteigert werden sollte, dass er dem Anteil der Frauen an der Gesamtbelegschaft entspricht. Jetzt ging es gemeinsam mit Kienbaum daran, die Umsetzung möglich zu machen. Der erste Schritt: Die Personalchefin lädt verschiedenste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Aus- und Inland und unterschiedlichen Hierarchieebenen zur von Kienbaum moderierten Diskussion in einer Fokus-Gruppe ein. Kurz gesagt, das Format lässt möglichst alle Meinungen zum Thema Frauenquote und deren Umsetzung zu Wort kommen. Letztlich haben wir die Erfolgsfaktoren für eine diversityfreundliche Unternehmenskultur ausgemacht – und diese waren an den verschiedenen internationalen Standorten sehr unterschiedlich. Nun geht es für das Unternehmen um die Umsetzung dieser Kultur – keine leichte Aufgabe, aber sie wissen jetzt, wo sie ansetzen müssen. Und diesen Weg werden wir weiter begleiten.

Monika Berane ist Personalberaterin und Kienbaum-Partner und spezialisiert auf die Besetzung von Führungspositionen mit Frauen. Sie leitet zudem den Kienbaum Female Desk.

Anne von Fallois leitet die Berliner Hauptstadtrepräsentanz von Kienbaum und den Female Desk.

Michaela Reimann ist Projektleiterin bei Kienbaum im Geschäftsbereich Management Diagnostics & Development.