Newsroom

News

Trends setzen, erkennen und gewinnbringend umsetzen. Bleiben Sie mit uns auf dem Laufenden und erfahren Sie hier mehr über unsere aktuellen Themen, Entwicklungen, Produkte und Veranstaltungen.

Am Puls der Zeit

Wir vermitteln Ihnen gerne kompetente Ansprechpartner zu einer Fülle von wirtschaftlichen Themen. Lesen Sie hier unsere aktuellen Pressemitteilungen. Weitere News finden Sie In unserem Pressearchiv.

Bleiben Sie über Fakten und Veröffentlichungen rund um Kienbaum auf dem Laufenden. Wir nehmen Sie gerne in unseren Presseverteiler mit auf. Für weiterführende Informationen können Sie unsere Presseabteilung gerne telefonisch oder per Mail kontaktieren.

Kienbaum-Analyse zur Angemessenheit von Vorstandsbezügen

Privatwirtschaft akzeptiert wesentlich größere Gehaltsunterschiede zwischen Vorständen und Mitarbeitern als öffentliche Unternehmen 

  • In öffentlichen Unternehmen werden geringere Gehaltsunterschiede zwischen Vorständen und Mitarbeitern akzeptiert als in der Privatwirtschaft
  • Vergütungsrelation variiert zwischen Branchen
  • Unternehmensgröße hat großen Einfluss auf Vergütungsrelation

Gummersbach, 13. August 2015 In der Privatwirtschaft gelten wesentlich größere Unterschiede zwischen Vorstandsgehältern und der Vergütung der übrigen Angestellten als angemessen als in öffentlichen Unternehmen: Für Vertreter privatwirtschaftlicher Firmen ist ein Verhältnis zwischen den Gehältern eines Vorstandsvorsitzenden und der Gesamtbelegschaft von im Schnitt 19:1 angemessen, für Vertreter öffentlicher Unternehmen liegt die angemessene Vergütungsrelation zwischen Vorstand und Beschäftigten im Schnitt bei 9:1 und damit bei knapp der Hälfte. Das ergibt eine Analyse der Beratungsgesellschaft Kienbaum, der eine Befragung von mehr als 200 Vorständen und Aufsichtsräten öffentlicher und privatwirtschaftlicher Unternehmen zu Grunde liegt.

„Das Leistungsprinzip als Maßstab für die Höhe der Vergütung ist in der Privatwirtschaft wesentlich stärker verankert als im öffentlichen Sektor. Allein dieser Umstand sorgt schon dafür, dass die Gehälter in der Privatwirtschaft häufig stärker streuen als in öffentlichen Unternehmen“, sagt Alexander v. Preen, Vergütungsexperte bei der Beratungsgesellschaft Kienbaum.

Mit Unternehmensgröße steigt Akzeptanz für Vergütungsunterschiede
Je größer das Unternehmen, desto größere Gehaltsabstände zwischen den Hierarchieebenen werden als angemessen empfunden: In mittelständischen Firmen der Privatwirtschaft mit bis zu 1.000 Mitarbeitern werden Vergütungsrelationen zwischen Vorstandsvorsitz und der direkt unterstellten Führungsebene von 1,5:1 bis 3,0:1 als angemessen betrachtet. In privatwirtschaftlichen Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern wird hingegen ein Verhältnis von 2,8:1 bis 4,6:1 als gerechtfertigt akzeptiert. Ähnlich verhält es sich bei der Vergütungsrelation von Vorstandsvorsitz zur übrigen Belegschaft im Unternehmen: Bei Firmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitern gilt eine Relation von 5:1 bis 10:1 als angemessen. Bei Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern werden in diesem Fall Relationen von 22:1 bis 40:1 als angemessen angesehen.

Vergütungsrelation variiert zwischen Branchen
In großen Handelsunternehmen ist die Vergütungsrelation zwischen Vorstandsgehalt zur mittleren Tarifgruppe am höchsten: Sie beträgt dort 37:1. In anderen Branchen wie etwa der chemischen Industrie oder der Versicherungswirtschaft liegt das Verhältnis der Bezüge jeweils unter 30:1. „Die höheren Vergütungsrelationen im Handel sind aber weniger auf überhöhte Vorstandsbezüge, sondern vielmehr auf die geringen Tarifgehälter zurückzuführen“, sagt Kienbaum-Geschäftsführer v. Preen. Die Grundbezüge besonders gut verdienender Handelsvorstände liegen zum Beispiel unter denen in der Versicherungs- oder der Chemiebranche.

Unternehmensgröße hat erheblichen Einfluss auf Vergütungsrelation
Innerhalb der Branchen ist die Unternehmensgröße der entscheidende Faktor für die Vergütungsrelation. Der Grund: Die Unternehmensgröße ist das wichtigste Bestimmungsmerkmal für die Gehaltshöhe, gerade für die des Vorstands. Außerdem sind Tarifgehälter in einer Branche in der Regel unternehmensübergreifend gleich, die Gehälter der Vorstände steigen aber mit der Unternehmensgröße. „Deshalb haben große Unternehmen normalerweise eine höhere Lohnspreizung als kleinere Firmen und werden von der Öffentlichkeit besonders kritisch betrachtet“, sagt Kienbaum-Berater v. Preen und ergänzt: „Umso wichtiger ist es, nach Branche und Unternehmensgröße zu differenzieren, wenn man die Vergütungsrelation bewertet. Ansonsten würden zum Beispiel besonders erfolgreiche Unternehmen in der öffentlichen Diskussion zu Unrecht benachteiligt.“ 
 
 
Für weitere Informationen und Rückfragen steht Ihnen Dr. Sebastian Pacher gern zur Verfügung (Fon: +49  2261 703-1764, E-Mail: sebastian.pacher@kienbaum.de).

 
Jetzt auch für die Türkei: Die Online-Applikation Kienbaum Compensation Portal bietet exklusiven Zugriff auf Kienbaum Vergütungsdaten – rund um die Uhr und nach höchsten Qualitätsstandards. Neben der bekannt hochwertigen Kienbaum-Datenbasis überzeugt das Portal durch bequemes Handling, vielfältige Auswahlkriterien sowie individuell anwählbare Abfragemechanismen und Ergebnisberichte. Unser Online-Angebot steht derzeit für folgende europäischen Länder bereit: Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Tschechien, Slowakei, Spanien, Ungarn, Rumänien, Russland und die Türkei. Übrigens: Ihre Daten sind bei uns sicher; das Compensation Portal ist die einzige TÜV geprüfte Online-Vergütungsdatenbank in Deutschland. www.kienbaum-compensation-portal.com
 
Kienbaum – Excellence in People & Organization
Kienbaum zählt zu den führenden Beratungsgesellschaften in Deutschland und Europa und bietet seinen Kunden ganzheitliche Beratung rund um Mensch und Organisation. Exzellente Kompetenzen aus Personal-, Management- und Kommunikationsberatung sowie fundiertes Branchen-Know-how vereint Kienbaum in interdisziplinären Beraterteams. So bewegt Kienbaum die entscheidenden Transformationshebel und erzielt eine nachhaltige, positive Ergebnisentwicklung auf der Kundenseite. Expertise bei der Verknüpfung digitaler und analoger Prozesse und Geschäftsmodelle sowie die enge Einbindung des Kienbaum-Forschungsinstituts runden das Beratungsprofil ab.
Vor 70 Jahren wurde Kienbaum in Deutschland gegründet und wird als Familienunternehmen mit Partnerstruktur geführt. Kienbaum ist in allen wichtigen Wirtschaftszentren Deutschlands präsent und unterhält 35 Büros in 19 Ländern. Neben erfolgreichen Familienunternehmen und Weltmarktführern berät Kienbaum auch Konzerne.
www.kienbaum.de

Weitere Informationen:
Martin Lücker
Ahlefelder Straße 47, 51645 Gummersbach
Fon: +49 2261 703-1537
martin.luecker@kienbaum.de
www.kienbaum.de
 
 
 
Redaktion/Verantwortlich für den Inhalt: Saskia Leininger