Kienbaum-Studie: Ethik und Compliance
Management-Ethik auf dem Vormarsch Wien, 6. Juni 2008 Wirtschaftliches Handeln und ethisch korrektes Verhalten sind miteinander vereinbar. Dies geht aus den Ergebnissen der aktuellen Studie „Ethik und Compliance“ hervor, zu der Kienbaum Führungskräfte von rund 100 Unternehmen in Österreich befragt hat. In 87 Prozent der Unternehmen in Österreich sind Business-Compliance und -Ethik im Management integriert, da österreichische Führungskräfte die zunehmende Relevanz und die Vorteile von Ethik und Compliance im Management erkannt haben. „Strategische Management-Ethik steigert den Unternehmenswert durch Imageeffekte nach außen sowie durch die Förderung einer positiven Unternehmenskultur nach Innen. Die Zeiten, in denen Unternehmen und Manager Business-Ethik als Randthema oder gar lästige Pflicht begriffen haben, sind vorbei“, sagt Cornelia Zinn-Zinnenburg, Geschäftsführerin von Kienbaum Wien. Ethik-Richtlinien als Ersatz für Compliance-Beauftragte Etwa 80 Prozent aller Unternehmen verfügen über Ethik-Richtlinien und einen Verhaltenskodex, die in Unternehmensvision oder –leitbild verankert sind. In Dreiviertel der befragten Unternehmen leben Führungskräfte der oberen Managementebenen das richtige Verhalten vor, um so eine einheitliche Kultur im gesamten Unternehmen aufzubauen und das korrekte Verhalten der Mitarbeiter sicherzustellen. Des Weiteren finden spezielle Compliance-Programme Anwendung, die ökonomische Ziele und Ethik vereinen. „In einigen Jahren wird der Einsatz derartiger Programme zum Alltag gehören, denn Ethik und Compliance sind in den oberen Führungsetagen eindeutig auf dem Vormarsch“, sagt Zinn-Zinnenburg. Vergleichsweise wenig verbreitet ist der Einsatz von Compliance-Beauftragten (35 Prozent). Lediglich ein Viertel der Befragten gibt an, in ihrem Unternehmen eine Compliance-Abteilung zu besitzen. „Hier wird ein immenses Verbesserungspotential deutlich, das zukünftig weiter ausgeschöpft werden wird“, so die Expertin. Kontrolle hat niedrige Priorität Um die Umsetzung der Richtlinien zu überwachen und deren Einhaltung zu garantieren, setzen etwa die Hälfte der Unternehmen auf Nachhaltigkeitsprogramme. 67 Prozent der Studienteilnehmer geben an, die Einhaltung des Verhaltenskodexes zu überprüfen. Auch die Kontrolle der Mitarbeiter untereinander nimmt mit 56 Prozent einen hohen Stellenwert ein. In nur sieben Prozent der befragten Unternehmen wird das Ethik- und Compliance-Verhalten der Mitarbeiter in keinster Weise kontrolliert. Steigende Budgets für das Compliance-Management Die Studienteilnehmer rechnen damit, dass Ethik und Compliance weiter an Bedeutung gewinnen werden und gehen von einer deutlichen Steigerung der Budgets aus: Schon jetzt beträgt es im Median 25.000 Euro. In fünf Jahren wird es nach Angaben der Befragten bei 37.500 Euro liegen. Mit einem höheren Budget kommt es zu einer vereinfachten Überprüfung der Einhaltung interner als auch externe Regeln und Vorschriften. „Außerdem kann mit zusätzlichen finanziellen Mitteln die Effizienz von Compliance-Programmen gesteigert werden“, sagt Zinn-Zinnenburg von Kienbaum. Der komplette Ergebnisbericht „Kienbaum-Studie Ethik und Compliance“ ist kostenlos direkt bei Kienbaum Wien (Tuchlauben 8, 1010 Wien) erhältlich. Für Rückfragen steht Ihnen Cornelia Zinn-Zinnenburg gerne zur Verfügung. Telefon: +43 1 533 51 88 19, E-Mail: cornelia.zinn-zinnenburg@kienbaum.com Kienbaum ist im deutschsprachigen Europa Marktführer im Executive Search und im HR-Management und gehört zu den führenden Managementberatungen. Mit seinem integrierten Beratungsansatz begleitet Kienbaum Unternehmen aus den wesentlichen Wirtschaftssektoren bei ihren Veränderungsprozessen von der Konzeption bis zur Umsetzung. Kienbaum verbindet ausgewiesene Personalkompetenz mit tiefem Wissen in Strategie und Organisation. Weitere Informationen: Cornelia Zinn-Zinnenburg Tel : +43 (1) 533 5188 19 Mail : cornelia.zinn-zinnenburg@kienbaum.de
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