Kienbaum Schweiz veröffentlicht Kadersalärstudie 2010
Krise: Schweizer Top-Manager verdienen weniger Zürich, 1. Juli 2010 Obwohl die Grundsaläre der Kader in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um zwei bis drei Prozent gestiegen sind, stagnieren die Gesamtsaläre in etwa auf Vorjahresniveau. Insbesondere das Top-Management hat das Nachsehen: Während die Grundgehaltssteigerungen auf der zweiten und dritten Führungsebene nur leicht unter dem Vorjahresniveau blieben, mussten sich die Top-Manager mit einer um 1,4 Prozentpunkte geringeren Gehaltserhöhung als im Vorjahr zufrieden geben – sie beträgt aktuell noch 2,6 Prozent. Das ergab eine Studie der Managementberatung Kienbaum zur Vergütung in der Schweiz. Dazu wurden die Daten von 368 Unternehmen und 9.799 Einzelpositionen ausgewertet. „Die Auswirkungen der Krise sind auch in der Schweiz spürbar. In vielen Branchen sind die Geschäftsergebnisse schlecht, weil die Auftragseingänge zurückgegangen sind. Deshalb sehen sie sich dazu gezwungen, eine niedrigere variable Vergütung auszuschütten“, sagt Alexander v. Preen, Direktor der Kienbaum AG in der Schweiz. Saläre der zweiten Führungsebene trotzen der Krise Aktuell verdient ein Manager in der Schweiz auf der obersten Führungsebene durchschnittlich 315.000 CHF im Jahr, eine Führungskraft auf der zweiten Ebene erhält jährlich 209.000 CHF und ein Abteilungsleiter oder Ressortchef auf der dritten Ebene wird mit durchschnittlich 150.000 CHF vergütet. Insgesamt verharren die Jahresgesamtsaläre im Top-Management und auf der dritten Ebene wegen der Krise in etwa auf Vorjahresniveau. Einzig auf die Saläre der zweiten Führungsebene scheint die Krise keinen negativen Einfluss zu haben: Diese sind im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht gestiegen und zwar um 8.000 CHF. Gehaltsspanne variiert stark Die Saläre der Schweizer Kader variieren stark: Die Jahresgesamtsaläre reichen auf der ersten Ebene von 80.000 CHF bis 1,6 Millionen CHF. Auf der zweiten und dritten Ebene liegen die Saläre zwischen 50.000 CHF und mehr als einer halben Million CHF. Ungeachtet der breiten Streuung der Saläre auf den einzelnen Ebenen liegt der Schwerpunkt bei den Kadern der ersten Ebene auf der Gehaltsklasse von mehr als 220.000 CHF: Im Vergleich zum Vorjahr erhalten jedoch nur noch 64 statt 68 Prozent der Stelleninhaber eine Vergütung in dieser Höhe. Die Kader der zweiten Ebene konnten ihre Vergütungssituation deutlich verbessern: Während 2009 53 Prozent der Führungskräfte der zweiten Ebene zwischen 140.000 und 300.000 CHF verdienten, sind es aktuell 79 Prozent, die zwischen 140.000 und 220.000 CHF erhalten. Auf der dritten Ebene verlagerte sich der Schwerpunkt auf eine höhere Salärklasse: Waren es 2009 noch 43 Prozent der Führungskräfte auf der dritten Ebene, die Jahresgesamtgehälter zwischen 80.000 und 140.000 CHF bezogen, erhalten mittlerweile 79 Prozent eine Vergütung zwischen 80.000 und 180.000 CHF. Anteil der Führungskräfte mit Anspruch auf Bonus ist gestiegen Der Anteil der Schweizer Kader, die in den Genuss einer variablen Vergütung kommen, ist im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich sechs Prozentpunkte gestiegen: 79 Prozent der Führungskräfte sind derzeit im Schnitt bonusberechtigt. Auf der ersten Ebene macht der variable Anteil durchschnittlich 19 Prozent der Gesamtsaläre aus, auf der zweiten Ebene sind es 13 Prozent und auf der dritten Ebene noch acht Prozent. Insgesamt ist zwar der Anteil der Führungskräfte mit Bonusanspruch über alle Positionen hinweg gestiegen, jedoch ist die Höhe der Auszahlung gesunken: Betrug der Bonus im Top-Management 2009 noch durchschnittlich 84.000 CHF, sind es 2010 nur noch 78.000 CHF. Die Führungs-kräfte der zweiten Ebene erhalten im Schnitt 32.000 CHF und damit 4.000 CHF weniger als im Vorjahr. Die geringsten Einbußen verzeichnen die Kader der dritten Führungsebene: Sie beziehen rund 1.000 CHF weniger als im Vorjahr (15.000 CHF). Banken und Versicherungen zahlen am besten Dienstleistungsunternehmen zahlen im Durchschnitt die höchsten Saläre. Zu den Spitzenverdienern zählen unverändert die Kader von Banken und Versicherungen: Führungskräfte der ersten Ebene verdienten 2010 beispielsweise 424.000 CHF. Im Vergleich dazu erhält ein Geschäftsführer eines Unternehmens der Bauwirtschaft durchschnittlich nur 223.000 CHF jährlich. Die Grundsaläre erhöhten sich je nach Branche sehr unterschiedlich. Krisenbedingt fiel insbesondere im Maschinen- und Fahrzeugbau die Erhöhung der Grundsaläre sehr gering aus: Betrug diese 2009 noch 2,4 Prozent, fiel sie 2010 mit 0,9 Prozent wesentlich geringer aus. Die Kadersalärstudie ist zum Preis von 1300 Euro (+MwSt.) über den Online-Shop von Kienbaum unter www.kienbaum.de erhältlich. Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Alexander v. Preen gerne zur Verfügung Tel: +41 44 386 4040, E-Mail: alexander.vonpreen@kienbaum.com.
Kienbaum ist in Deutschland Marktführer im Executive Search und im HR-Management und gehört zu den führenden Managementberatungen. Mit seinem integrierten Beratungsansatz begleitet Kienbaum Unternehmen aus den wesentlichen Wirtschaftssektoren bei ihren Veränderungsprozessen von der Konzeption bis zur Umsetzung. Kienbaum verbindet ausgewiesene Personalkompetenz mit tiefem Wissen in Strategie, Organisation und Kommunikation.
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