Unternehmensnachfolge
Die Sicherung der Nachfolge stellt in inhabergeführten Unternehmen eine große Herausforderung dar und besitzt eine hohe Aktualität. Studien zeigen, dass über einem Viertel dieser Unternehmen innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Änderung der Eigentumsverhältnisse bevorsteht. Die meisten national ansässigen inhabergeführten Unternehmen präferieren sowohl in der Vermögensnachfolge als auch in der Managementnachfolge eine Übergabe innerhalb der Familie. Einschlägige Studienergebnisse verdeutlichen die Brisanz des Themas Unternehmensnachfolge: Mit dem ersten Generationswechsel halbiert sich die absolute Zahl der familiengeführten Unternehmen, nur drei bis vier Prozent aller Unternehmen überleben bis in die dritte Generation.
Komplexe Ursachen wie die Vermischung von Familie und Beruf bergen Konfliktpotenziale und erfordern ein ganzheitliches und langfristig geplantes Vorgehen. Es gilt die ggf. stark unterschiedlichen Interessen und Perspektiven der Protagonisten (Junior, Senior, Partner und so fort) im Verlauf des Prozesses zu integrieren.
Ziele und Maßnahmen eines Unternehmensnachfolge-Prozesses, mit denen sich vorwiegend inhabergeführte Mittelständler konfrontiert sehen, sind:
- Sicherung des Fortbestands sowie zukünftigen Erfolgs des Unternehmens durch die langfristig und vorausschauend geplante Sicherstellung der Nachfolgereglung
- Skill- und Kompetenzmanagement des anvisierten Nachfolgers im Sinne von Personalentwicklungsmaßnahmen in Bezug auf sowohl fachliche als auch überfachliche Kompetenzen
- Heranführen an die zukünftige Management-Funktion des Nachfolgers
- Begleitendes Coaching, sowohl für den Junior als auch für den Senior
Einer erfolgreichen Unternehmensnachfolge liegt stets ein langfristiger Prozess zugrunde. In der Planungsphase gilt es, sich für ein Nachfolgemodell zu entscheiden sowie damit verbundene Maßnahmen abzuleiten. Für die familieninterne Nachfolge heißt das, den bzw. die potenziellen Juniors entsprechend auszubilden und Ihnen die Plattform für operative Erfahrungen zu bieten. Neben der Einarbeitung des Juniors spielt der Ausstieg des Seniors eine gleichermaßen wichtige Rolle. Beide Aspekte müssen auch in der Phase nach der eigentlichen Übergabe beachtet werden. Um diesen Prozess erfolgreich zu bewältigen, sollten neben betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und steuerrechtlichen Aspekten auch psychologische, personelle Facetten berücksichtigt, Gestaltungsmöglichkeiten geprüft und individuelle Lösungen entwickelt werden.
Unsere Erfahrungen zeigen, dass eine reibungslose und erfolgreiche Nachfolgeregelung dann gewährleistet ist, wenn neben organisationsrelevanten Themen, die Auseinandersetzung mit aktuellen und zukünftigen Marktbedingungen sowie die Unterstützung in allen personellen Angelegenheiten berücksichtigt werden.